Erstaunlich viele schöne Villen in bester Lage opferte Rostock, um das Konservatorium, jetzt im Haus der Musik, unter Leitung von Hr. Sheridan-Braun neu unterzubringen. Noch gibt es dort zwei separate Musikschulen.

Hier war die Tanzabteilung des Kon’s – bevor diese unter Hr. Sheridan-Braun abgeschafft wurde, der auch den Umzug vom Traditionsstandort Schillerplatz ins Haus der Musik betreute und mitverantwortet.

(Stand Februar 2017)

Zwei zusammengehörige Häuser, in denen einstmals viele Schüler Musik lernten.
Alle Fotos auf dieser Seite sind ehemalige Gebäude des Konservatoriums „Rudolf Wagner-Regeny“.
(Stand ungefähr Jahresmitte 2012)

Jetzt sind das Wohnhäuser, das Musikatelier war Ecke Blücherstraße gelegen nur ein paar Schritte davon entfernt

Das Musikatelier blickt inzwischen auf über 8 Jahre an einem Standort zurück.

Ab Frühjahr 2014 gibt es die Zweigstelle in Stralsund. Wer am Montagnachmittag bzw. Freitagvormittag
in der Hansestadt am Strelasund Zeit hat und Gitarre in all ihren Facetten lernen möchte – herzlich willkommen!
In Rostock befinden wir uns ab März 2017 am Neuen Markt 9/10, ergo ganz nahe am Haus der Musik…

Allen befreundeten Kollegen wünsche ich einen guten Start im Haus der Musik!

Möge es wirklich nur eine gemeinsame Nutzung des denkmalgeschützten Gebäudes mit besserer Raumstruktur nach sich ziehen und nicht zur Nivellierung verschiedener musikpädagogischer Auffassungen führen!

Hier spielt nun angeblich die Musik, so der Aufmacher einiger Gazetten in Rostock.

Viel Geld ist ausgegeben worden für den Umbau der denkmalgeschützten ehemaligen Stadtschule.

Allerdings standen mit der Aufgabe des Traditionsstandortes des Konservatoriums „Rudolf Wagner-Regeny“ ( unter Leitung von Hr. E. Sheridan-Braun ) schon drei Gebäude,
z.B. die attraktive Villa Schillerplatz 2, zum Verkauf;
dazu kommt mindestens noch die Villa in der vorher die Musikschule „Carl Orff“ ansässig war.
Damit dürften die Ausgaben zum Großteil gedeckt sein. Außerdem sind ohnehin aus dem Städteförderungsprogramm erhebliche Mittel geflossen.
Aber vielleicht sollen nun endlich mal Gelder in die bessere Honorierung freibeschäftigter Mitarbeiter der Musikschulen fließen,
die wegen skrupelloser Praxis der Verantwortlichen teilweise am Existenzminimum leben.
Ergo: Überhaupt keine kulturelle Großtat wie manche leichtfertig schreiben. Ebenso die behauptete Modernität – woran wird die gemessen? An den Instrumenten, Computern, Internetanbindung, Bibliothek, Raumstruktur?

Inzwischen sind Weihnachtsferien und in wenigen Tagen ist 2011 zu Ende:
für den Umzug der Musikschulen in das Objekt ehemalige Stadtschule hat man sich nicht nur eine große Umzugsfirma gegönnt, nein – auch die Fortführung des Unterrichtes ist erst ab 9. Januar (2012) datiert.
(D.h. Ausfall von subventioniertem Unterricht !) Dafür gibt die Leitung des Konservatoriums (der Chef ist kein Rostocker) an, sich mit Einzug in das Haus der Musik über das Ende der Zersplitterung zu freuen (gemeint ist die Aufteilung der Lehrkräfte auf verschiedene, allerdings nahe beieinander gelegener Gebäude bis Dezember 2011).
Gemeinsamkeit entsteht aber nicht durch ein Dach oder einen besonders schönen Raum für das Orchester (die ehemalige Aula der Stadtschule) sondern durch Zusammengehörigkeitsgefühl. Und das muss sich dort erst noch beweisen.
Die 70 (!) Jahre vorher, wobei die letzten 10 schon nicht mehr so recht dazu zählen, ging es auch in verschiedenen Häusern gut…
Wahrscheinlich wird bei der Eröffnung in der zweiten Januarwoche 2012 in ausgesuchten Worten Euphorie über Raumbedingungen verbreitet, Synergieeffekte beschworen etc., bis man eines Tages merkt,
dass es doch in erster Linie die Lehrkräfte sind, die über die Qualität des Unterrichtes entscheiden. Und nicht der Direktor. Unter dem derzeitigen hat sich
nicht nur die Örtlichkeit geändert sondern es fehlt die Ballettabteilung und auch
etliche prominente Kollegen sind nicht mehr am Konservatorium beschäftigt.

Die offizielle Eröffnung findet nun doch erst am 16. März 2012 statt – der Hof und ein Teil des Gebäudes sind weiterhin unfertig. Das Gebäude ist äußerlich sehr schön geworden, läßt aber seine Geschichte als ehemalige Stadtschule bisher nicht erkennen.

Unser Gitarrenunterricht hier im Musikatelier kann glücklicherweise schon auf eine längere Phase guter Raum- und Lehrbedingungen ohne Umzug zurückblicken.
Ab Ostern 2012 findet der Unterricht in einem großen, renovierten Raum statt, der modernste Lehrmittel und -möglichkeiten, vielleicht einzigartig in Deutschland, bietet.

2013:

Mitte April stand in einem Interview mit dem Ministerpräsidenten von Mecklenburg/Vorpommern Erwin Sellering und dem Vizeregierungschef Lorenz Caffier : “ Das Land muss schon in absehbarer Zeit mit sehr viel weniger Geld auskommen.“
Die Mittel aus dem Solidaritätszuschlag fallen weg und auch der Länderfinanzausgleich wird neugeregelt werden müssen.
D.h., es werden bis 2020 erhebliche Einsparungen im Personalbereich vorgenommen werden müssen.
Eines meiner Argumente gegen den Einzug in das Haus der Musik war, dass es dann leichter sein wird aus 2 Musikschulen eine zu machen.
Man bräuchte nur beide Schulen in Vereine umwandeln (die Carl-Orff-Musikschule wird bereits seit 1993 von einem Verein getragen).
Und dann möglicherweise nur eine Leitung zu installieren und so mit Schaffung einer Musikschul-gGmbH erhebliche Subventionseinsparungen zu erzielen. Es ist leider vorstellbar, dass dann etliche, vielleicht sogar alle Musikschul-Festangestellten ein anderes Beschäftigungsmodell erhalten werden. Meistens betrifft das die Leitung selber nicht. Das war eine meiner Prognosen für die Zukunft der städtischen Musikschulen in Rostock. Hoffen wir, dass es anders kommt!
Seit Dezember 2014 sind übrigens die ehemaligen Gebäude des Konservatoriums in der John Brinckmanstraße durch die neuen Besitzer renoviert und z.T. schon vermietet. Bilder folgen.

 

Das waren Zeiten... Konzerte in diesem Haus

2015:

Unter der Leitung des Rostocker Konservatoriums durch Hr. Sheridan-Braun steigen schon wieder die Gebühren, ab August 2015 um durchschnittlich 10%. Damit jedoch nicht genug, für 2018 ist eine neuerliche Anhebung um ähnliche, möglicherweise höhere Beträge geplant.
Klar, Bildung gilt als teuer; aber ist sie in diesem Fall auch preiswert im Sinne von fair?
Es sieht nicht so aus, dass die Masse der angestellten Lehrer des Konservatoriums in Rostock davon profitieren werden – vermutlich müssen sich die für Honorar arbeitenden Kollegen weiterhin mit unverändertem Niedriglohn abfinden. Außerdem kommt wieder einmal nicht klar zum Ausdruck, dass die Eltern für ein Jahr mehr Geld bezahlen müssen, dafür aber allerhöchstens 10 Monate Gegenleistung erhalten.

Klavierunterricht und Überäume waren hier

Stichworte: Kann es das Jugendorchester nur mit der Eröffnung einer angeblich modernen (= größeren) Musikschule 2012 geben? Auf jeden Fall sind dort auch große Räume für den Chef 😉 . Das Konservatorium ist jetzt im Musikzentrum von Rostock, neben der anderen Musikschule Carl Orff. War das wirklich ein glücklicher Umzug Ende 2011 und damit das sogenannte Ende eines langen Weges? Nur weil es dort Konzerte gibt (wie vorher übrigens auch), spielt damit – wie von manchen gemeint wird – hier die Musik? Auch die Carl-Orff-Schule ist mit im Musikschulzentrum.