Vor einiger Zeit entstand die Idee, Freunde einzuladen, um beim gemeinsamen Musikhören Gedanken auszutauschen,
Ideen zu sammeln, das Hören besser zu fokussieren. Das erwies sich in der Folge als nicht sehr praktikabel und so
entstand der Musiknewsletter des Musikateliers Rostock/Stralsund, auch für alle meine Schüler, interessierte Kollegen.
Hier veröffentliche ich die Folgen nach und nach, zum Nachlesen etc. – allerdings nur mit
vereinzelten Links.
Anhand der angegebenen Titel kann jeder über die gängigen Streaming – Portale inzwischen die entsprechenden Angebote schnell selber finden. Am besten natürlich man hat die entsprechenden Veröffentlichungen in mindestens CD – Qualität und gute Wiedergabe – Geräte!

Achtung! Diese Texte sind Eigentum der Fa. Musikatelier Rostock/Stralsund, vertreten durch Hr. Martin Stein
und gelten als internes Lehrmaterial in Ergänzung zum Gitarrenunterricht sowie der Theorieunterweisungen.

Ungenehmigte Benutzung, auch auszugsweise Veröffentlichung ist ohne schriftliche Genehmigung des Autors nicht
gestattet. Zitate sind mit Quellenangabe zu versehen.

So, verehrte Gemeinde,

letztens ging es u.a. um Richard Wagner und die – sicher als crossover  zu
bezeichnende –  Vearbeitung durch Uri Caine ( Album: Wagner e venezia ).
(*siehe später Musiknewsletter 4 )
Vielleicht ist es den geneigten Lesern/Hörern unter euch aufgefallen,
dass es schon eine besondere Note hat, dasss der amerikanische Jude
Caine den Sachsen Wagner auf Salonorchestergröße verschlankt.
(Die Wortgruppe „schrumpfen lässt“  scheint mir unpassend.)

(Siehe auch bei Wikipedia: Das Judentum in der Musik Richard Wagner)

Angerissen hatte ich ebenfalls das Thema Remix und Remaster…
2 Begriffe, die z.Z. beinahe inflationär den CD – Wiederverkauf von
älterer Pop-/Rock-/Jazz-Musik beflügeln. Da gibt es die oberflächliche Variante,
in der z.B. die ursprünglich für Schallplatte hergestellten Mixe einfach durch
digitale Klangveredeler ( quasi durch PC – Programme ) gejagt werden und
als remaster – version sozusagen ohne Leistung den Geldbeutel verkleinern.

Und es gibt – fast im denkmalpflegerischen Sinn – Restaurationen aus
den Urbändern hin zu komplizierten Klangverbesserungsmethoden:
um dem Original nahe zu bleiben, aber doch wie moderne CD’s zu klingen
(das meint nicht unbedingt nur genauso laut zu sein wie diese!).
Ein (beinahe) Garant für hochwertige Aufarbeitung von Audiomaterial ist
Steven Wilson.
(Er über sich selbst sinngemäß das Neumischen und Veredeln von
Jethro Tull’s Album „Aqualung“ war für mich wie die
Reinigung der Sixtinischen Kapelle
.)
Ich selber kenne seine eigene Musik wenig, aber vielleicht ist ja etwas für euch dabei?
Auch auf „Spiegel Online“ findet man lesenswerte Einlassungen zum Thema Steven Wilson
(und Remix/Remaster).
http://www.spiegel.de/kultur/musik/steven-wilson-restauriert-die-fruehen-soloplatten-von-steve-hackett-a-1108569.html

http://www.spiegel.de/kultur/musik/die-prog-rock-cd-von-steven-wilson-hand-cannot-erase-a-1021408.html

Nicht so gelungen sind meiner Meinung nach z.B. die letzten Aufarbeitungen der Toningenieure
(nicht Steven Wilson) für Pink Floyd oder Genesis.
(Hier sollen nur die 5.1. Versionen tauglich sein –
kann ich aber nicht nachprüfen, bin  2.1. Hörer.)
Beispiele:
GenesisIn the cage“ (ca. 2008-er Remaster)…im Titel selbst
auf den tiefen Ton achten (nur bei guter Anlage/Kopfhörer hörbar)
ab ca. 4:08  bis 5:00 (Wenigstens bitte kurz vorher ab ca. 3:40 reinhören).
Erscheint mir viel zu laut und breit neu gemischt und gemastert,
erdrückt alles…
Hier:
https://www.youtube.com/watch?v=MRSgvfNZcWA

ab 16:12 bis ca. 17:42 , bitte ab ungefähr 15:45 reinhören.Auch wenn nicht
optimal nachgearbeitet, aber immer wieder schön:
Carpet crawlers“ (ab ca. 35:00) vom gleichen Album
(„The lamb lies down on braodway„)
oder?

Pink Floyds Hit „Have a cigar“ (2011er Remaster) – die vocals (Gesangsstimme/n)… matt,
insgesamt eher mulmiger Klangeindruck…

Aus den Vorlagen wirklich hervoragend von Steven Wilson gezaubert:

Red“ von King Crimson (wem das zu heavy ist, ab ca. 2:30 einsteigen)

oder „Wond’ring aloud

( von der CD Aqualung) bzw.

Salamander

(von der CD Too old to rock’n roll too young to die )von Jethro Tull.

(Bitte alles in einen Player laden und immer wieder hin – und herschalten beim Hören, um wirklich
auf den Klang – nicht die Musikinformation – zu achten.)

Als Absacker 😉 möchte ich aufmerksam machen auf eine der Gruppen, die so heißen wie die Gegend,
aus der sie stammen (nein, nicht Chicago) :
Beppo“ von Oregon.
https://www.youtube.com/watch?v=6igi_rvOGrY