Vor einiger Zeit entstand die Idee, Freunde einzuladen, um beim gemeinsamen Musikhören Gedanken auszutauschen,
Ideen zu sammeln, das Hören besser zu fokussieren. Das erwies sich in der Folge als nicht sehr praktikabel und so
entstand der Musiknewsletter des Musikateliers Rostock/Stralsund, auch für alle meine Schüler, interessierte Kollegen.
Hier veröffentliche ich die Folgen nach und nach, zum Nachlesen etc. – allerdings nur mit
vereinzelten Links.
Anhand der angegebenen Titel kann jeder über die gängigen Streaming – Portale inzwischen die entsprechenden Angebote schnell selber finden. Am besten natürlich man hat die entsprechenden Veröffentlichungen in mindestens CD – Qualität und gute Wiedergabe – Geräte!

Achtung! Diese Texte sind Eigentum der Fa. Musikatelier Rostock/Stralsund, vertreten durch Hr. Martin Stein
und gelten als internes Lehrmaterial in Ergänzung zum Gitarrenunterricht sowie der Theorieunterweisungen.

Ungenehmigte Benutzung, auch auszugsweise Veröffentlichung ist ohne schriftliche Genehmigung des Autors nicht
gestattet. Zitate sind mit Quellenangabe zu versehen.

Charts! Das musst Du gehört haben! Hitparade!

Was aber ist ein Hit? Wie sehr richten wir unser Hören nach dieser Kategorie aus?
Wikipedia meint  dazu : siehe Wikipedia „Musikcharts“
Aber wenn wir als Kriterium nicht nur den Verkaufserfolg nehmen
sondern dazu auch die Aufführungsrate, sind dann nicht  die klassischen
Kompositionen die wahren Hits –
weitergegeben über Generationen, ständig neu geprüft durch Fachleute des jeweiligenZeitalters? (Stichworte: Beethoven  – 9.Sinfonie: Ode an die Freude
Pachelbel – Kanon,
Bach – Air,

Weihnachtsoratorium

https://www.youtube.com/watch?v=DlwcZT1XVss
etc.)
Ist die musikalische Substanz eines Verkaufserfolges, warum ein Musikstück gern gehört wird –
seine Anzahl an Harmonien?
Die Beständigkeit des Ablaufes wie z.B. Strophe und Refrain?
Wir erinnern uns: “ Lady in black “ von Uriah Heep ( inzwischen in den Musikbüchern der Schulen )
kam mit 2 Akkorden aus,
https://www.youtube.com/watch?v=hHDZ5rYiMz0
die Strophe von „Imagine“ ( John Lennon ) auch (insgesamt sind es 6 oder 7).
https://www.youtube.com/watch?v=DVg2EJvvlF8
 Adele‚ s “ Hello “ basiert hauptsächlich auf 4 Akkorden,
https://www.youtube.com/watch?v=YQHsXMglC9A
die gleichen wie in  “ Father and Son“ von Cat Stevens
https://www.youtube.com/watch?v=vdMPuMeTxzY
oder “ I see fire“ von Ed Sheeran
https://www.youtube.com/watch?v=2fngvQS_PmQ
und unzähligen anderen Tracks.
Auch Latino – Hits wie “ Chan, chan “ ( Buena vista social club)
https://www.youtube.com/watch?v=KODWcrncnUU
kommen mit 4 Harmonien aus.
Im Wesentlichen sogenannte erweiterte Kadenzen,
die schon beim deutschen Volkslied funktionierten.

Aber was ist mit Songs wie “ Wonderwall
https://www.youtube.com/watch?v=6hzrDeceEKc
von Oasis, mit offenen Harmonien, einem reichhaltigerem
Ablaufschema… ähnlich wie “ Nothing else matters“ von
Metallica
https://www.youtube.com/watch?v=tAGnKpE4NCI
bzw. „Wish you were here
https://www.youtube.com/watch?v=IXdNnw99-Ic
von Pink Floyd?

Oder “ Merry xmas “ von  Slade,
https://www.youtube.com/watch?v=i4BTYiy0Qi4
das genau wie “ Smoke on the water “ von Deep Purple
https://www.youtube.com/watch?v=J-Z6Ar814t8&list=RDJ-Z6Ar814t8#t=87
einen ungewöhnlichen Akkordwechsel als Ausweichung im Refrain benutzt?

Vielleicht liegt es ja doch eher an den Melodien, das etwas zum Gassenhauer wird?
Dann müssten schöne Gesangsstücken wie „Rorate coeli desuper
https://www.youtube.com/watch?v=N9a6LGIOBAU

https://www.youtube.com/watch?v=M5W3Q-x3FGo
oder „Es ist ein Ros entsprungen“ ständig in den Hitsendungen sein.
Liegt es letztlich am Aussehen, der optischen Darstellung der/des Interpreten?
Oder spielt die Sprache, deren landestypische Sprachmelodie, die wesentliche Rolle?
Dann gäbe es nicht auch Instrumentalhits wie „Samba Pa ti
https://www.youtube.com/watch?v=j5AUm_xaE9A
(Carlos Santana), „Birdland“ (Weather report),
https://www.youtube.com/watch?v=Ae0nwSv6cTU“
1492: Conquest of paradise“ ( Vangelis)

etc. etc.
Von deutschen, ungarischen, asiatischen, russischen usw. Erfolgen mal ganz abgesehen…

Wahrscheinlich ist es die Summe von allem zusammen, die über den Erfolg entscheidet –
ganz sicher spielen aber auch die Vertriebswege eine entscheidende Rolle.
Das  „ob das wirklich so ist“ (z.B. asiatischer Raum, Afrika mitgezählt??)
klammern wir mal aus… 😉
Aber – abschließendes Staunen – Wie konnte es ein Track wie „Whiter shade of pale“ (Procol Harum)

oder erst recht „Bohemian Rhapsody“ (Queen)

in diese Listen schaffen?
Im Anhang folgen etwas willkürlich zusammengestellte Hits im Sinne der Wikipedia-Definition.
( Verweise auf Procol Harum „A whiter shade of pale„, Uriah HeepLady in black„,
John LennonImagine„, Cat StevensFather and son„, Pink FloydWish you were here„,
James BrownLiving in America“ , AbbaS.O.S“ , T.RexChildren of the revolution„,
t.A.T.u.
All the things she said„, Rammstein „Amerika“, Peter Gabriel „Solsbury hill“,
No doubtDon’t speak„, NirvanaSmells like teen spirit„, Natalie ImbrugliaTorn„,
Nena99 Luftballons„, Eric Clapton I shot the sheriff„, Earth, Wind & FireSeptember„,
SladeMerry Xmas„, Deep Purple „Smoke on the water“ folgten…)

Wiederhören macht euch Freude?

( Sorry, dass vielleicht „der“ Hit von den Beatles, von Baccara, ELO, Stevie Wonder,
den Rolling Stones, Beyonce, Depeche mode, James Blake, Dead Mau5
oder oder oder nicht dabei ist 😉
– es sind einfach zu viele….