Vor einiger Zeit entstand die Idee, Freunde einzuladen, um beim gemeinsamen Musikhören Gedanken auszutauschen,
Ideen zu sammeln, das Hören besser zu fokussieren. Das erwies sich in der Folge als nicht sehr praktikabel und so
entstand der Musiknewsletter des Musikateliers Rostock/Stralsund, auch für alle meine Schüler, interessierte Kollegen.
Hier veröffentliche ich die Folgen nach und nach, zum Nachlesen etc. – allerdings nur mit
vereinzelten Links.
Anhand der angegebenen Titel kann jeder über die gängigen Streaming – Portale inzwischen die entsprechenden Angebote schnell selber finden. Am besten natürlich man hat die entsprechenden Veröffentlichungen in mindestens CD – Qualität und gute Wiedergabe – Geräte!

Achtung! Diese Texte sind Eigentum der Fa. Musikatelier Rostock/Stralsund, vertreten durch Hr. Martin Stein
und gelten als internes Lehrmaterial in Ergänzung zum Gitarrenunterricht sowie der Theorieunterweisungen.

Ungenehmigte Benutzung, auch auszugsweise Veröffentlichung ist ohne schriftliche Genehmigung des Autors nicht
gestattet. Zitate sind mit Quellenangabe zu versehen.

Wir wissen, dass die Beeinflussung zwischen Jazz und Klassik relativ früh begann.
So schrieben z.B. nicht nur George Gershwin
(„Rhapsodie in blue“, „Porgy and Bess“—-> Summertime) oder
Kurt Weill
( „Bettleroper„) Anfang des 20 Jhd. Kompositionen mit eindeutigen
Verweisen auf den Jazz sondern auch die Russen Igor Stravinsky („Ebony Concert“
u.a. )
https://www.kammermusikfuehrer.de/werke/2958
und Dimitri Schostakowitsch( „Jazzsuiten 1 & 2“. )
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Suite_für_Jazzorchester_Nr._1
u.v.a.m.

Noch früher (Ende 19. Jhd.) ist eine Verknüpfung zu amerikanischer Musik
bei dem Franzosen  Claude Debussy (Impressionismus) hörbar,
der Ragtime-Einflüsse verarbeitet hat ( „Childrens corner“ –> Cakewalk).

http://www.concerti.de/vermischtes/klassik-meets-jazz-debussys-golliwoggs-cakewalk/

https://www.youtube.com/watch?v=pFkqVmIfPuohttps://www.youtube.com/watch?v=If0hdunfYSk

Den Stichworten „Weltausstellung 1900“ und „Seitenhieb auf Richard Wagner“
nachzugehen, lohnt für den stärker Interessierten auf jeden Fall…
Ein immer aktueller Weg in Richtung „musikalischer Ehen“
ist der „Entertainer“ (ein Ragtime von Scott Joplin).https://www.youtube.com/watch?v=fPmruHc4S9QEin Stück Musik, das nicht nur über den Trickfilm „Tom and Jerry “ ständig neue Generationen begeistert,
sondern -zig fach zitiert in anderen Arten von Musik auftaucht.
Z.B. bei der Starvirtuosin des neueren Jazz, der (von mir sehr verehrten)
Japanerin Hiromi.

https://www.youtube.com/watch?v=-HcKrd3K8_A

(Weiterhören von z.B. „Desire“ – mit Simon Phillipps + Anthony Jackson –
dringend empfohlen…)

Aber es ging ja nicht nur um die „Ehe“ des Jazz mit anderen Genres.

Abschließend für heute eine für mich sehr gelungene Mischung:
über die „Aria“ der Goldberg -Variationen (1741) von J.S.Bach hat der Komponist
Gabriel Yared Folkgesang gelegt, um das Resultat als Teil der Filmmusik
( „Der englische Patient“) einem  großen Publikum bekannt zu machen.

((siehe entsprechender Anhang ab ca. 1:07))

Dass der Jazzpianist Uri Caine aus den Goldbergvariationen einen Zyklus

https://www.amazon.de/Goldberg-Variations-Uri-Caine-Ensemble/dp/B00004RGPM

zwischen Soul, Jazz, jiddischer Musik und Barockinterpretation wagte,
sei hier auch noch kurz erwähnt.

Im Anhang ( um das Ganze abzurunden) findet man die wohl schönste,
sicher aber berühmteste Darbietung der „Aria“ (da Capo)  aus Bachs
Goldbergvariationen
( durch den kanadischen Pianisten Glenn Gould).

Zählt mit Sicherheit zum  großen Kulturerbe der Menschheit….