Vor einiger Zeit entstand die Idee, Freunde einzuladen, um beim gemeinsamen Musikhören Gedanken auszutauschen,
Ideen zu sammeln, das Hören besser zu fokussieren. Das erwies sich in der Folge als nicht sehr praktikabel und so
entstand der Musiknewsletter des Musikateliers Rostock/Stralsund, auch für alle meine Schüler, interessierte Kollegen.
Hier veröffentliche ich die Folgen nach und nach, zum Nachlesen etc. – allerdings nur mit
vereinzelten Links.
Anhand der angegebenen Titel kann jeder über die gängigen Streaming – Portale inzwischen die entsprechenden Angebote schnell selber finden. Am besten natürlich man hat die entsprechenden Veröffentlichungen in mindestens CD – Qualität und gute Wiedergabe – Geräte!

Achtung! Diese Texte sind Eigentum der Fa. Musikatelier Rostock/Stralsund, vertreten durch Hr. Martin Stein
und gelten als internes Lehrmaterial in Ergänzung zum Gitarrenunterricht sowie der Theorieunterweisungen.

Ungenehmigte Benutzung, auch auszugsweise Veröffentlichung ist ohne schriftliche Genehmigung des Autors nicht
gestattet. Zitate sind mit Quellenangabe zu versehen.

Liebe Leute,

Vielleicht erinnert ihr euch:
Letztes Mal ging es um die gegenseitige Beeinflussung von Hörmusik und
Tanzmusik.

Das Thema Ballettmusik habe ich nur gestreift,
Ballettmusik quasi als ein Beispiel für die Verknüpfung von allem findet sich
z.B. hier:

VPRS (Choreographie: Alain Platel nach Musik von Claudio Monteverdi).
2 Ausschnitte:

Und noch eine Rückblende in Richtung
Musikstücke, die so verfeinert wurden,
dass deren Herkunft als Tanz erkennbar bleibt, aber trotzdem zum Hören
gedacht sind:
—> irische Musik und Mandoline sind doch langweilig…
Von wegen!

z.B. ab 8:00
der ganze Track ab 5:10 – oder lieber gleich alles anhören…

Doch zurück zur Überschrift – dieses Mal soll es um Kollaborationen zwischen
Künstlern gehen, die vielleicht unbekannt bis unerwartet sind.
Vielleicht erinnert sich jemand an die Cat Stevens – Performance von
„Morning has broken“?

Das Klavier – Intro etc. stammt vom Progressive – Rock -Pianisten
Rick Wakeman (hauptsächlich mit der Band Yes und Solo unterwegs).

https://www.youtube.com/watch?v=bRfxSLcmx7s
(ab 1:00 reinhören; und ab 3:50)

Aber wer hätte gedacht, dass derselbe Mann auch mit der Hard Rock Band
Black Sabbath tourte und aufnahm?
(z.b. Klavier ab ca. 3:00)

(.z.B. Mellotron ab ca. 3:00)

(oder hier…das „Spieluhrmotiv ab ca. 0:55)

Apropos Cat Stevens: auf der Izitso findet sich eine Ballade,
die nie so ganz bekannt wurde, obwohl sehr liebevoll arrangiert:

Hier saß u.a. Chick Corea an den Keyboards (ich vermute, dass der Schluß
dort seine Idee war…).

Es fasziniert mich immer wieder, wenn Musiker vielfältigste Stile nicht nur
bedienen sondern sogar prägen können.
Einer ist z.B. der Produzent Trevor Horn, der nicht nur bei anspruchsvollen
Acts wie Yes mitgespielt und ein Teil von deren Alben
(z.B. „Drama“) produziert hat,
sondern seine Soundvorstellungen in uns alle quasi eingebrannt hat.
(Für mich das soundtechnisch Gutklingende der 80 – er Jahre)

https://de.wikipedia.org/wiki/Trevor_Horn

siehe auch Bands wie Buggles, Talking heads , Frankie goes to hollywood,
Seal, t.A.T.u.   u.v.a.

Erwähnt war im den ersten beiden Musiknewslettern Robert Fripp wegen seiner
Arbeit mit Peter Gabriel und Joe Satriani. Die Liste der Zusammenarbeit umfasst
auch Namen wie David Bowie, Brian Eno oder auch den Bassisten von Led Zeppelin
John Paul Jones und und und.

Doch wer ahnt, dass der amerikanische Komponist Philip Glass
( übrigens der sog. ernsten Musik zugeordnet) Sinfonien über Themen
von David Bowie und Brian Eno geschrieben hat.
Interessant auch, dass Philip Glass sich durch den Einfluss von Ravi Shankar

(siehe auch Zusammenarbeit mit den Beatles:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ravi_Shankar
Absatz internationale Karriere 1956 -1969)

nicht nur asiatischer Musik zuwandte sondern auch vom 12 – tönigen / seriellen
Komponieren abwandte ( äußerst lesenswerte Biographie:)

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Philip_Glass

Abschließend aus seinen Etüden für Klavier die Nr. 6;
für mich schlicht ein Meisterwerk! (Leider
nicht die Interpretation von Vikingur Olafsson…)

Viel Vergnügen!